Azubi-Blog #17

Seid ihr schon gespannt? Wie versprochen darf ich euch heute mein erstes Webprojekt präsentieren. Der Internetauftritt der Metzgerei Vogel ist online www.vogel-metzgerei.de! Ich hoffe, euch gefällt die Seite genauso gut wie mir.

 

Während den Webprojekten, an denen ich bis jetzt mitarbeiten durfte, bin ich des Öfteren auf sogenannte .htaccess-Dateien gestoßen.

 

„Htaccess“ ist die Abkürzung für „Hypertext Access“. Es handelt sich dabei um Konfigurations-Dateien für NCSA-kompatible Webserver. Der Apache HTTP Server von der Apache Software Foundation ist einer der meistbenutzten Webserver im Internet. Dessen Einstellungen können, in gewissen Bereichen, mit einer .htaccess-Datei bearbeitet werden.

 

Ihr könnt euch eine .htaccess-Datei wie eine Art Regelbuch vorstellen. In dem kann beispielsweise festgelegt werden, ob ein Nutzer sich gegenüber dem Webserver identifizieren muss, um alle Inhalte sehen zu können. Eine .htaccess-Datei kann auch eine Weiterleitung von einer Domain zu einer anderen erstellen oder zu einer Fehlerseite verlinken, die erscheint, wenn eine Website gerade nicht aufgerufen werden kann.

 

Obwohl die .htaccess-Datei sehr viele Konfigurationsmöglichkeiten bietet, ist sie im Grunde nichts anderes als eine Textdatei, die in das Verzeichnis einer Website abgelegt wird. Ist das geschehen, treten die definierten Befehle auch sofort in Kraft, da die .htaccess-Datei bei jeder Abfrage von Informationen vom Webserver neu eingelesen wird. Dieser Ablauf kann allerdings auch zu einem Problem werden. Die Performance eines Internetauftritts kann sich verschlechtern, wenn zu viele Befehle definiert wurden. Diese müssen, beim Navigieren durch die Website, immer wieder neu durchsucht werden und können daher zu einer Verschlechterung der Ladezeiten führen.

 

Um euch das alles noch einmal zu verdeutlichen, habe ich ein Beispiel vorbereitet:

 

Stellt euch vor, ihr habt für einen Kunden die bestehende Website neu gestaltet und umprogrammiert. Dabei wurde der Menüpunkt „Service“ auf „Party-Service“ und die HTML-Datei von „service.html“ auf „party-service.html“ abgeändert. Obwohl der Menüpunkt „Service“ so nicht mehr auf der Website existiert, ist der Weblink in der Google-Suchmaschine immer noch vorhanden nur eben ohne Verknüpfung zu einer Website. Um also zu verhindern, dass ein möglicher Nutzer auf so einen Link stößt, ihn anklickt, merkt das er auf eine Fehlerseite weitergeleitet wird und schlimmstenfalls die Motivation verliert sich weiter über das Unternehmen zu informieren, legt ihr eine .htaccess-Datei an. Hier könnt ihr den alten Weblink, durch eine Weiterleitung, mit der neuen Webadresse verknüpfen. So eine Weiterleitung könnte dann wie folgt aussehen:

 

Redirect 301 /service.html http://www.ueberarbeitete-website.de/party-service.html

 

„Redirect“ steht dabei für die gewünschte Weiterleitung und die Zahl „301“ macht deutlich, dass es sich hierbei um eine dauerhafte Weiterleitung handelt und die bestehenden Inhalte nun auf einer neuen Seite zu finden sind. Dahinter steht lediglich der alte Pfad und wohin dieser ab jetzt weitergeleitet werden soll.

 

Es gibt noch viele weitere Befehle, mit denen die Konfigurationen eines Webservers beeinflusst werden können. Also alles in Allem ein sehr wichtiges Thema, auf das sich ein näherer Blick wirklich lohnt. Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Beitrag den Einstieg ein wenig erleichtern.

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

-Nina-