Azubi-Blog #13

Das Jahr nähert sich dem Ende zu. In dieser Zeit steht in einer Werbeagentur viel Arbeit an. Seht es mir daher nach, dass mein neuer Blogbeitrag ein wenig verspätet kommt :-) Im letzten Monat hatte ich viel mit dem Gestalten von Plakaten zu tun. Dabei gibt es eine Menge Aspekte zu beachten, um ein Produkt zu gestalten, das im Kopf bleibt.

 

Trotz der stetig steigenden Popularität digitaler Werbemittel ist ein Plakat immer noch eine effektive Methode, um zum Beispiel auf eine Veranstaltung aufmerksam zu machen – sofern das Plakat richtig gestaltet ist. Bei der Plakatgestaltung ist es wichtig, Bilder und Texte so anzuordnen, dass sie ein harmonisches Gesamtbild ergeben, Emotionen wecken und das Interesse steigern.

 

In diesem Zusammenhang habt ihr vielleicht schon einmal von dem AIDA-Prinzip gehört. Das ist ein sogenanntes Werbewirkungsprinzip und steht als Abkürzung für die englischen Begriffe Attention, Interest, Desire und Action. Übersetzt also Aufmerksamkeit, Interesse, Verlangen und Handeln. Ein gut gestaltetes Plakat erfüllt genau diese vier Kriterien – das Ziel eines jeden Mediengestalters. Doch wie erreicht man ein so gelungenes Plakat?

 

Dazu müssen wir uns erst einmal klarmachen, dass ein Plakat meist nur im Vorübergehen erfasst wird. Es darf daher nicht so viel Inhalt enthalten wie beispielsweise ein Flyer. Der Betrachter würde sich bei zu viel Text unterbewusst vermutlich überfordert fühlen und vielleicht direkt wieder wegsehen. Erinnern würde sich an so ein Plakat kaum jemand. Um also die Aufmerksamkeit der Betrachter auf ein Plakat zu lenken, muss die Kernaussage der Werbebotschaft rausgefiltert werden.

 

Als Nächstes wird eine Zielgruppe definiert. Werbe ich für eine Bank? Ein Restaurant? Eine Veranstaltung? Es gibt viele Einsatzbereiche, die auch ein jeweils passendes Konzept benötigen. Ein Plakat für eine Bank sollte seriös und vertrauenswürdig wirken, während ein Plakat für die nächste große Party verrückt und witzig erscheinen darf. Das Plakat kann nun auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt werden.

 

Der wohl wichtigste Text auf einem Plakat ist der Titel. Er ist der erste Eyecatcher den ein Betrachter erfasst und sollte daher nicht nur in einer ausreichenden Größe, sondern auch ansprechend und gut lesbar dargestellt werden.

 

Um eine Werbebotschaft ideal zu unterstreichen, werden oft Bilder verwendet. Auch diese müssen mit großer Sorgfalt ausgewählt werden. Denn ein Bild, das nicht selbsterklärend ist und den Zusammenhang zwischen Bildinhalt und Text nicht herstellen kann, ist auf einem Plakat fehl am Platz.

 

Wie in jedem Werbemittel spielen auch Farben eine besondere Rolle. Sie sind einmal ausschlaggebend für die Lesbarkeit des Textes und für die Farbwirkung zuständig. Darin besteht auch die Herausforderung. Es müssen Farbkombinationen gefunden werden die zum Thema passen, gut lesbar sind und die gewünschte Wirkung des Plakats unterstreichen.

 

Gar nicht so einfach oder? Aber sind diese Anforderungen an ein Plakat erfüllt und die Aufmerksamkeit und das Interesse des Betrachters geweckt, habt ihr die größte Hürde geschafft. Habt ihr alle Aspekte erfolgreich umgesetzt, wird der Betrachter sich weiter über das Produkt, das Unternehmen oder die Veranstaltung informieren und das Produkt kaufen, das Unternehmen beauftragen oder die Veranstaltung besuchen. Das AIDA-Prinzip wurde also erfolgreich angewendet und euer Auftraggeber ist mit eurer Arbeit zufrieden.

 

Wie ihr gesehen habt, spielen Farben bei Plakaten, sowie auch bei allen anderen Werbemitteln – egal ob Digital oder Print – eine wichtige Rolle. Die Farblehre und Farbwirkung gehört zum Grundwissen eines jeden Mediengestalters und daher möchte ich auch euch darin einführen. Freut euch daher schon auf meinen nächsten Blogbeitrag!

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

-Nina-