Jetzt ist es endlich soweit: der zweite Teil unseres Blogs „Single-Page vs. Portalseite“ ist da. Wie versprochen erfahrt ihr hier, welche Vorteile die Portalseite gegenüber unserer Single-Page in Sachen SEO (Suchmaschinenoptimierung) bietet. Damit verbunden erklären wir euch auch wie wichtig die Aktualität von Inhalten auf einer Seite ist und wie das dem Ranking in der Suchmaschine weiterhilft.

 

Wie bereits im ersten Teil erwähnt, dient unsere Single-Page (One-Page) zur Ansprache von „Menschen“. Ganz bewusst sind wir hier den Schritt gegangen und haben auf die aktive Suchmaschinenoptimierung verzichtet. Der Grund dafür ist ganz einfach: Texte die für Suchmaschinen optimiert sind lesen sich oft nicht gut. Zu viele ähnliche Worte und häufige Wiederholungen verbessern zwar das Ranking bei Google und Co. Die meisten Menschen lesen solche Texte allerdings eher schwerfällig und sind im schlimmsten Fall davon genervt. Deshalb haben wir auf auf unserer Single-Page auf die Wiederholung von Keywords und deren Synonyme weitestgehend verzichtet.

 

Etwas anders ist das allerdings auf unserer Portalseite. Hier haben wir in der Formulierung unserer Inhalte darauf geachtet hin und wieder Fachbegriffe einfließen zu lassen. Im Vergleich zu einer Single-Page besteht auf einer Portalseite die Möglichkeit die verschiedenen Unterseiten auf jeweils andere Schlagworte zu optimieren. Da hier jedem Menüpunkt eine eigene HTML-Seite zugeordnet ist, kann man die Keyword-Dichte auf ein vernünftiges Niveau bringen, ohne an der Menge des Inhalts einsparen zu müssen. Allerdings ist hierbei darauf zu achten, dass die Verwendung bestimmter Keywords nicht übertrieben wird – sonst könnte die Suchmaschine diese „bewusste Manipulation der Suchergebnisse“ abstrafen. Idealerweise sollte die Keyword-Dichte zwischen 1-2 % liegen und 3 % keineswegs überschreiten. Ein sehr nützliches Tool zur Überprüfung der Keyword-Dichte gibt’s hier: www.seitenreport.de/tools/seo-tools/keyword-density.html. Ihr müsst lediglich den Link zur gewünschten Seite in das obere Feld und das/die gewünschten Keywords in das untere Feld eintragen. Bei mehreren Keywords sollten diese durch Kommas getrennt werden.

 

Ihr versteht wo das Problem liegt: Auf einer Single-Page würde die Keyword-Dichte aufgrund der Gesamt-Textmenge aller Inhalte auf unter 0,5 % fallen. Dadurch würde ebenso die Relevanz für die Suchmaschinen sinken. Mit dem oben genannten Tool habt ihr also die Möglichkeit eure Inhalte bewusst für bestimmte Keywords zu optimieren und dabei die Keyword-Dichte genau im Auge zu behalten.

 

Die Wiederholung bestimmter Keywords allein reicht für eine gute Positionierung in den Suchmaschinen allerdings nicht aus. Auch hier kommen wieder die Vorteile einer Portalseite ins Spiel. Die einzelnen Unterseiten einer Website können zum Beispiel intern verlinkt werden. Wir haben also auf unserer Portalseite die Möglichkeit von hier auf die Unterseite www.kraehativ-design.de/werbeagentur/leistungen/online-marketing.html zu verlinken. So gelangt ihr direkt zu unserer Seite über Online Marketing. Wichtig bei der Verwendung von Querverweisen ist auch die abgestufte Gewichtung. Diese nimmt mit zunehmender Verzeichnistiefe ab. Doch nicht nur die Position des Linkziels beeinflusst den Wert eines Links. Auch die Platzierung des Links selbst ist entscheidend für die Bewertung durch Suchmaschinen. So werden Links in einer Sidebar oder dem Footer weniger Wert beigemessen als Links, die sich im eigentlichen HTML-Text der Seite befinden. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen: Wird ein Link in einer Seite mehrfach gesetzt – im Text, im Footer und/oder der Siebar – ist es wichtig, dass der Link mit der höchsten Wertigkeit als erstes im Quellcode auftaucht. Mehrfachverlinkungen innerhalb einer Seite führen zur Abwertung eines Links. Also sollte der eigentliche Inhalt der Seite im HTML-Code unbedingt vor der Sidebar definiert werden.

 

Auch wir versuchen hin und wieder interne Querverweise in unsere Inhalte einzubauen. Interessant dabei ist auch die vereinfachte Nutzerführung. So kann man die Besucher über einen Querverweis direkt zu Inhalten der Seite weiterleiten, die zum Thema passen oder in diesem Zusammenhang für den Besucher interessant sein könnten. Die Vorteile liegen also nicht nur in SEO sondern auch in der Benutzerfreundlichkeit einer Website.

 

Im ersten Teil dieses Blogs haben wir bereits erwähnt, dass sich eine Website ständig im Entwicklungsprozess befindet. Hier neue Inhalte, da noch etwas SEO. Was in erster Linie als eine Menge Arbeit eher demotivierend wirken kann bietet in Wirklichkeit eine riesige Chance. Denn seien wir mal ehrlich: eine Seite die sich über lange Zeit nicht verändert gibt auch wenig Grund sie mehrmals zu besuchen. Deshalb haben wir neben unseren „statischen“ Inhalten noch die Bereiche Blog und Referenzen auf unserer Portalseite geschaffen. Hier kommen regelmäßig neue Inhalte dazu. Inhalte, die jedes mal die Chance für SEO bieten. Vielleicht spricht auch ein Blog über ein anderes Thema jemanden an, der sich vorher nicht so sehr für unsere Inhalte interessiert hat. Kurz gesagt: man erweitert seine Zielgruppe. Im besten Fall werden wir irgendwann einmal Ratgeber und können somit regelmäßigen Traffic auf unserer Website verbuchen.

 

Den Mehrwert für Suchmaschinen darf man allerdings auch nicht vernachlässigen. Je mehr sich die Inhalte unserer Website erweitern, desto mehr interne Links haben wir. Wenn daraufhin mehr Besucher regelmäßig unsere Homepage aufrufen bewerten Suchmaschinen unsere Inhalte als „relevant“. Das wiederum verbessert unser Ranking. Im Idealfall schaukelt sich so unsere Relevanz nach oben. Durch die wachsende Anzahl unserer Inhalte wächst auch unsere Sitemap.
Das erkennen auch die Suchmaschinen und bewerten es positiv. Zudem können wir in der Sitemap ganz genau definieren, welche Inhalte in welchem Zeitabstand von Suchmaschinen „gecrawlt“, also auf Veränderungen hin untersucht werden. Bei einem Blog bietet sich ein kürzerer Zeitabstand an (Achtung, der Zeitabstand sollte ungefähr dem zeitlichen Abstand zwischen den Blogeinträgen entsprechen), bei Seiten wie „Über uns“ oder „Geschichte“ sollte die Crawlinggeschwindigkeit eher größt möglich gewählt werden. Denn je häufiger der Suchmaschinen-bot auf einer Website Veränderungen wahrnimmt, desto aktiver und somit besser wir diese dann im Ranking bewertet.

 

Es dürfte nun klar erkennbar sein, dass eine Portalseite im Vergleich zu einer Single-Page deutliche Vorteile für SEO bietet. Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten der OnPage-Optimierung einer Website (OnPage-Optimierung beschreibt alle Maßnahmen die für SEO innerhalb der eigenen Website ergriffen werden). Die vielen anderen Möglichkeiten, die sich hier für euch bieten werden wir nach und nach in unserem Blog erklären. Schaut einfach nochmal vorbei, wenn es wieder heißt: „Single-Page vs. Portalseite“. Unser Teil 3 folgt in Kürze …

 

 - Dani -